Ick war im Soho House Berlin - war jut.
So nun war ick da, wusste allerdings erst gar nicht wo ich da hingehe :) Die Stichworte "Dachterrasse" und "Pool" waren genug um mich dort hinzulocken. Als ich dann vor dem mir alt bekannten Gebäude in der Torstraße 1 stand, staunte ich nicht schlecht. Kannte ich es doch nur mit zugerammelten Fenstern und in einem völlig desolaten Zustand. Das wurde nun also auch mal generalüberholt. Wie schön. Es geht vorran.
Als ich dann oben im 8. Stock auf der Dachterrasse saß und wir uns anfingen über das Soho House zu unterhalten dämmerte mir es dann langsam: Moooooment. Bin ich etwa in einem "Sex and the City" Film gelandet?
Und ja natürlich war ich in einem "Sex and the City" Film gelandet. In irgendeiner Episode versucht doch Samantha alles mögliche, um eine Mitgliedschaft im Soho Houe in NYC zu kommen und dann lungern die Damen irgendwann im New Yorker Soho House oben am Pool rum. Ja das ist eine Folge, die ich tatsache gesehen haben. *hüstel*
Soso - das haben wir nun also auch in Berlin. Lovely. Ein Privatclub. Für die "kreative Szene" - also ja auch für mich - kreative Medienszene ist wohl mit inbegriffen. Hmm. Kostet für normale Menschen 900 Euro im Jahr. Genommen wird man nicht so ohne weiteres. Man muss schon ein bissel was vorzuweisen haben und dann wird abgestimmt in einem Kommittee.
Das Soho House hat ohne jeden Zweifel einen tollen Blick über Berlin auf der Dachterrasse mit Pool. Es hat mehrere Restaurants. Einen super tollen Club Bereich mit Sofas in denen man den ganzen Tag verbringen könnte, gigantischen Kamine, einer Bar mit imposanten Kronleuchter - der natürlich aus dem Savoy ist, woher auch sonst. Es gibt ein integriertes Hotel mit wirklich sehr netten Zimmern, einen Fitness Breich, einen Beauty Bereich, bald wohl auch noch eine Bibliothek, es gibt ein eigenes kleines Kino für die private Filmvorführung des letzten kreativen Ergusses und ja. It's lovely.
Ist schon sehr nett dort. Dort lässt es sich angenehm Lustwandeln, in den Gedanken schwelgen und man kann sich dort herrlich wohl fühlen. Muss ja auch mal sein. Ach ja und der Service ist - wie sollte es auch anders sein - ausgezeichnet. Wenn man doch überall in Berlin so sehr darum bemüht wäre dass blos nicht das Glas leer geht und alles in bester Ordnung ist - ick sag es dir, Nachtigall und so.
Wenn man seinen leicht eingerosteten britischen Akzent wieder etwas aufpolieren will, ist man hier auch richtig. Nun frag ich mich natürlich was genau das Nutzungsszenario ist. Denn ganz ehrlich. Nach nur wenigen Stunden rumchillen im Soho House kommt man schneller auf den Gedanken eine Mitglieschaft in Erwägung zu ziehen ist als einem vielleicht Lieb ist.
Ick hab mal ein wenig recherchiert und die Soho Häuser in New York und London sind vom Eindruck her schon etwas sehr besonderes. Trotzdem fragt man sich aber schnell ob diese Privatclub Philosophie wirklich in ausgerechnet diese Stadt passt? Und ob das wirklich funktionieren wird? Das wird wohl vor allem davon abhängen, welche Leute in diesen Club eintreten und auch angenommen werden.
Na schauen wir mal, wie sich das entwickeln wird - hab mich erstmal für entspannte Beobachtung entschieden. Bis dahin sollte man einfach schon mal jemanden kennen, der Mitglied ist, um zu sehen was dort wirlich in Punkto "kreativer Szene" passieren wird. Und wer demnächst ein Hotel in Berlin sucht, kann es ja mal in Erwägung ziehen. Die Preise sind nämlich durchaus ok - auch für Nicht-Mitglieder.
http://www.sohohouseberlin.com/
Alle Fotos habe ich mal frech direkt von der Webseite genommen. Man möge mir verzeihen.
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